• Wozu Papiere
  • Wühltischwelpen nein Danke
  • Die 10 Bitten eines Hundes
  • Zum Nachdenken
  • Faktoren einer guten Zucht

Tiere kaufen- mit oder ohne Papiere?

Bei vielen Tierarten, wie z.B. Hunden, Katzen und Pferden, hat man die Auswahl zwischen Jungtieren mit oder ohne „Papiere“. Damit sind die Ahnentafeln bzw. Abstammungsnachweise oder Stammbäume der Tiere gemeint. Als Hundezüchterin stellt man mir recht oft die Frage, ob auch Welpen ohne Papiere zu haben sind. Die seien schließlich viel billiger und man wolle ja nicht züchten und ausstellen, sondern nur einen Hund zum Liebhaben kaufen. Züchter anderer Tierarten teilen meine Erfahrungen sicher. Viele Käufer denken, es handele sich dabei um eine reine Prestigefrage. Papiere zum „Angeben“. Doch das ist ein verhängnisvoller Irrtum.

Meine klare Antwort zu Rassetieren ohne Papiere lautet: Nein!

Züchter, sofern man sie denn so nennen möchte, die mit Rassetieren Würfe ohne Abstammungspapiere züchten, haben dafür handfeste Gründe. Diese sollen hier zur Sprache kommen, so dass Ihnen ein Reinfall beim Kauf erspart bleibt.

Voraussetzungen des Tieres für die Ausstellung von Abstammungspapieren

Die Abstammungspapiere dokumentieren eine lückenlose Reihe von Vorfahren. Die Ahnen des Tieres wurden allesamt von ausgebildeten Spezialisten, den so genannten Zuchtrichtern oder von einer Körkommission für zuchttauglich befunden. Das heißt, die Anatomie und das Wesen dieser Tiere lässt darauf schließen, dass sie der Aufzucht von Jungen gewachsen sind und ihre guten Eigenschaften an ihre Nachkommen weitergeben werden. Als Beurteilungskriterium dient der Rassestandard der jeweiligen Rasse. Um diese Beurteilung zu bekommen, müssen die Tiere zu einer Zuchtprüfung oder Körung gebracht werden und teilweise vorher schon diverse Vorbereitungen absolviert haben. Dazu gehören oft Gesundheitsuntersuchungen und zum Teil auch genetische Tests. Manchmal sind vor der Zuchtprüfung mehrere Ausstellungen (Zuchtschauen) erfolgreich zu absolvieren oder Leistungsprüfungen zu bestehen. Tiere, die trotz Zuchttauglichkeit grobe Erbfehler an ihren Nachwuchs vererben, werden nachträglich von der Zucht ausgeschlossen.

Aus den Abstammungspapieren gehen in der Regel folgende Angaben hervor:

  • Rasse und Geschlecht des Tieres
  • Name des Tieres
  • Geburtsdatum
  • Anzahl der Geschwister
  • äußere Merkmale, wie z.B. Farbschlag und Haarart
  • Tätowiernummer, Chipnummer oder anderes fälschungssicheres Kennzeichen
  • Zuchtbuchnummer des Zuchtverbandes
  • Vorfahren des Tieres, geliedert in 3 bis 5 Generationen, einschließlich deren erworbene Titel, Prüfungen und Resultate klinischer Tests
  • Befunde von Gentests und klinischen Untersuchungen am Tier, die zur Vermeidung von Erbkrankheiten durchgeführt werden
  • Ergebnisse von Leistungsprüfungen, Zuchtprüfungen und Körungen
  • Titel von Zuchtschauen
  • Adresse des Züchters
  • Adresse des Zuchtverbandes
  • Adresse des Käufers

    Woran erkennt man die Echtheit von Abstammungspapieren?
  • hochwertiges Papier (keine PC- Ausdrucke oder Kopien, sondern sauber bedrucktes, starkes Originalpapier des Zuchtverbandes
  • Logo des Zuchtverbandes oder Wasserzeichen
  • Ausstellungsdatum und Unterschrift des Zuchtbuchführeres des jeweiligen Zuchtverbandes
  • sauber und deutlich gesetzter Stempel des Zuchtvereins oder ein entspechendes Siegel
  • Unterschrift des Züchters
Zweifel an der Echtheit von Abstammungspapieren?

Bei Zweifeln an der Echtheit fragen Sie beim Zuchtverband nach, der die Papiere ausgestellt haben soll. Nehmen Sie vom Kauf des Tieres Abstand, wenn sich die Angelegenheit nicht eindeutig klärt.

In einigen Zuchtverbänden ist es üblich, dass die Ausstellung der Abstammungspapiere einige Wochen oder Monate in Anspruch nimmt, da die zahlreichen Angaben und Protokolle erst erfasst und überprüft werden müssen. In diesem Fall lassen Sie sich die Abstammungspapiere der Elterntiere und deren Zuchtprüfungsergebnisse zeigen. Außerdem sollte im Kaufvertrag festgehalten werden, dass die Abstammungspapiere vom Züchter nachgereicht werden müssen. Dabei sollte unbedingt der Zuchtverband erwähnt werden, der die Papiere austellt. Im Betrugsfall hätten Sie dann eine gute Beweislage.

Außerdem können Sie z.B. bei Hundezüchtern in die Wurfabnahmeprotokolle Einsicht nehmen. Das ist insofern schon sehr interessant, da Sie darin das Urteil eines Spezialisten über den Wurf lesen können. Die Aufzuchtbedingungen und der Pflegezustand der übrigen Tiere kommt ebenfalls zur Sprache. Das kann recht aufschlussreich sein.

Außer dem Tier selbst und seinen Vorfahren, muss auch der Züchter etliche Bedingungen erfüllen, um die Abstammungspapiere vom Zuchtverband ausgehändigt zu bekommen.

 

Quelle: www.zuechter.info

 

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Wühltischwelpen - nein Danke!
Nein zum Handel mit Billigwelpen

Wühltischwelpe Leitmotiv

Der Tatort: Ein Wochenmarkt irgendwo in Ungarn, Polen, Holland oder Belgien. Alternativ ein dunkler Parkplatz oder Hof in Deutschland. Das Opfer: nur wenige Wochen alt, unterernährt und oftmals krank. Ein Häufchen Elend, mit herzerweichendem Blick, aber meist ohne gültige Papiere und nötige Impfung.
Die Täter: skrupellose Hundevermehrer, denen es nur um das schnelle Geschäft geht. Dass es sich um fühlende Wesen mit Angst und Schmerz handelt, zählt nicht.

"Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie mit ihrem Mitleidskauf das grausame Geschäft mit den Welpen erst anheizen",

zum Tasso TV ! klick hier...

 

So erkennen Sie unseriöse Welpenhändler und Welpenvermehrer:

Sehen Sie das Muttertier?
Lassen Sie sich das Muttertier unbedingt zeigen. Bei unseriösen Händlern werden Sie es nicht zu Gesicht bekommen. Wenn doch, beobachten Sie, ob es liebevoll mit den Welpen umgeht, ob die Kleinen zum Beispiel säugen dürfen. Haben Sie den Eindruck, dass es sich um die eigenen Welpen handelt? Verstößt das Muttertier den Welpen? Hat es kein Interesse an ihm? Entfernt es sich von ihm? Dann können Sie davon ausgehen, dass es sich nicht um die leibliche Mutter handelt. Der Welpenhändler präsentiert Ihnen eine Alibi-Hündin.
Keinesfalls kaufen!

Der Preis
Für einen Rassehund von anerkannten Züchtern zahlt man ab 600 Euro und mehr. Alles was deutlich darunter liegt, ist nicht marktüblich und daher unseriös.

Wo und wie wird verkauft?
Auf Parkplätzen, Märkten, dreckigen Höfen? Aus dem Bus, Koffer­raum, Pappkarton oder Drahtkäfig heraus? Ein weiteres Indiz für Welpenhandel.
Vorsicht auch bei Angeboten im Internet!

Stellt der Verkäufer Fragen?
Ein seriöser Züchter möchte wissen, in welche familiären und häuslichen Verhältnisse der Welpe kommt. Werden keine Fragen gestellt, geht es nur ums Geldverdienen.

Gibt es einen Kaufvertrag?
Wenn ja, enthält er Namen, Adresse und eine Haftung des Verkäufers? Ist der Kaufpreis genannt?

Wie sehen die Welpen aus?
Sind die Kleinen dünn oder durch Würmer aufgebläht? Liegen sie apathisch in der Ecke oder zeigen ein ungewöhnliches Verhalten? Ist das Fell dreckig und stumpf? Fiepen die Kleinen oder geben sie sogar keinen Laut von sich? Steht Wasser und Futter in der Nähe?

Das Angebot
Wie viele Rassen hat der Händler im Angebot? Bei mehr als 2 Rassen und mehr als vier Würfen im Jahr ist äußerste Vorsicht geboten. Hier handelt es sich nicht um Züchtung, sondern um Welpenvermehrung, die größtes Tierleid zur Folge hat.

Die Verhandlung
Möchte man Sie mit Begriffen wie „Ratenzahlung, Rabatt, Lieferung frei Haus, Verhandlungssache” bei der Kaufentscheidung beeinflussen, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass Sie es mit Hundehändlern der übelsten Sorte zu tun haben. Diese Händler drängen auf einen schnellen, sofortigen Abschluss, ein weiterer Besuch ist nicht erwünscht.

 

!!!! PLATTNASENHILFE !!!!

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Die 10 Bitten eines Hundes

 

* Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre.

* Jede Trennung von dir wird für  mich Leiden bedeuten. Bedenke dies, ehe du mich anschaffst

* Gib mir Zeit zu verstehen, was du von mir verlangst.

* Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.

* Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein!

* Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde, ich habe  nur dich.

* Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.

* Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.

* Bedenke, ehe du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeitdie Knochen Deiner Hand zerquetschen können - ich aber keinen Gebrauch davon  mache.

* Ehe du mich bei der Arbeit "unwillig", "bockig" oder "faul" schiltst, bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter  oder vielleicht war ich zu lange w wder Sonne ausgesetzt.

* Kümmere dich um mich, wenn ich alt werde - auch du wirst einmal alt sein.

* Gehe jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: "Ich kann so etwas nicht sehen" oder " es soll in meiner Abwesenheit geschehen". 

* Denn alles ist leichter mit dir….

 

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Das stumme Leid.

In dem Stall ist es dunkel und kalt. Mein Name ist „Hund“, ich bin 4 Jahre alt und hier in Dunkelheit geboren. Um den Hals trage ich eine viel zu enge Kette mit der Nummer 286 und lebe in Zwinger Nr. 5, direkt neben meiner Mutter. Gegenüber lebt meine Tante, hinter mir höre ich meine Schwester bellen. Ach, irgendwie sind wir hier alle miteinander verwandt. Ich bin seit fast 60 Tagen schwanger und bekomme zum 7. Mal Babys. Den Stall habe ich noch nie verlassen. Grünes Gras und Sonnenlicht kenne ich nur aus Erzählungen meiner Mutter. Mein Magen grummelt - ich habe solch einen Hunger! Hoffentlich bekommen wir heute Abend noch ein wenig Brot.
 
Ein paar Tage später…
 
In der Nacht sind meine Welpen zur Welt gekommen. Hineingeboren in die Dunkelheit und Kälte. 5 kleine Welpen liegen auf dem kalten Boden und ich versuche sie mit meinem ausgemergelten Körper warm zu halten. Ein kleines Mädchen bewegt sich nicht mehr. Ich stupse sie mit meiner Nase an, aber sie hat die ersten Stunden leider nicht überlebt. Die anderen Welpen drängen an die Milchbar – viel Milch habe ich nicht und so haben meine kleinen Babys genauso viel Hunger wie ich auch.
 
Da kommt der Mann und schaut in meinen Zwinger. Wortlos nimmt er mir das tote Welpenbaby weg und wirft es achtlos in einen Eimer. Ich krieche zu meinen anderen Babys zurück und lege mich schützend über sie. Ich bekomme ein paar Scheiben Brot hingeworfen, welche ich gierig verschlinge. Dann schließt die Tür und ich bin mit meinen Babys wieder alleine.
 
Fünf Wochen später…
 
Die Tür wird aufgerissen und vor Schreck springe ich in die Ecke. Doch ohje! Der Mann greift nach meinen Babys und trägt sie alle weg! Ich fange laut an zu bellen und will meine Kinder verteidigen. Aber ich spüre einen harten Tritt in meinen Bauch. Ich schleudere in die Ecke und als ich wieder klar schauen kann, sind meine Babys weg! Wieder hat man mir alle genommen! Immer und immer wieder das gleiche! Traurig lege ich mich in die Ecke und rieche den Babygeruch, der so langsam verfliegt… mein Gesäuge wird immer härter und heißer – es tut weh und ich spüre ganz deutlich die Stelle, wo mich vorhin der Stiefel getroffen hat! Ich wimmere leise vor mich hin – wo sind meine Babys? Sie müssen doch noch trinken, mein Gesäuge tut so weh. Aber ich bin wieder alleine in der Dunkelheit und Kälte.
 
Mir wird es abwechselnd heiß und kalt. Matt liege ich in der Ecke. Das Fieber lässt mich schütteln und ich denke besorgt an meine Babys. Wie es ihnen wohl gehen mag? Haben sie es jetzt warm und hell? In Gedanken versunken schlafe ich ein…
 
Ein paar Stunden später kommt der Mann und schaut in den Zwinger. „Hey, holt mal die Schubkarre, hier ist eine tot.“

 Nur eine Geschichte? Leider nein! Tag für Tag eiskalte Realität für unzählige Hündinnen, die zum Wohle des Profits von skrupellosen Züchtern in lebensunwürdigen Verhältnissen gehalten werden. Ganz in unserer Nähe – sie leben mitten unter uns! Sie wollen dagegen etwas tun? Dann kaufen Sie keine billigen Welpen im Internet oder in der Zeitung! Die Mutter Ihres Hundes könnte Hund Nr. 286 aus Zwinger Nr. 5 gewesen sein.

Quelle: Geschichte © by Kathrin Hansen

 


Warum ?

Du hast in meine Augen gesehen, da war es schon um mich geschehen,
Du hast mich mit nach Hause genommen, ich bin ganz neugierig mitgekommen.
Du hast mich stolz spazieren geführt, die Bewunderung der Passanten gespürt.
Du hast mit mir getobt und gespielt und dich eine Weile glücklich gefühlt.

Dann hab ich auf den Teppich gemacht, da hast du nicht mehr so freudig gelacht.
Dann musstest du fort, ich weiß nicht wohin, ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin.
Dann wurde ich größer, dir fehlte die Zeit, ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit.
Dann hab ich vor Frust die Möbel zerkaut, das war dir zuviel und du wurdest laut.

Du hast von Erziehung und Härte gesprochen und ich habe deinen Zorn gerochen.
Du hast mich verbannt aus deinem Haus, aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus.
Du hast mir Futter und Wasser gegeben und gedacht, das sei genug für mein Leben.
Du hast ein neues Spielzeug gefunden – hattest die Nase voll von uns Hunden.

Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh, ich dachte mein Herz wird nie wieder froh.
Dann hast du bei mir nicht mehr saubergemacht, mir nur noch meinen Fressnapf gebracht.
Dann hab´ ich gewusst, bald ist es vorbei, denn niemand hört meinen stummen Schrei.
Dann ging ich hinüber, weit von dir fort, an einen neuen, besseren Ort.

Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück. Soviel Leid für ein klein wenig Glück?
Ich frage dich, warum liebtest du mich nicht? War ich nur ein Spielzeug für dich?

Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen, du hast mir mein ganzes Leben genommen!!!

Verfasser unbekannt


 
Liebes Herrchen, liebes Frauchen,

am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen, und du hast am Straßenrand angehalten, die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte.
Aber als ich zurückkam, warst du nicht mehr da!
In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen um dich zu finden, aber vergebens.
Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.
Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr.
Aber du bist nicht gekommen.
Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein, du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hatte.
Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod. Meine Stunde war gekommen.

Geliebtes Herrchen, geliebtes Frauchen, ich will, dass du weißt dass ich mich, trotz des Leidens welches du mir angetan hast, noch stets an dein Bild erinnere.
Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn: ich hatte dich lieb!


Dies ist die Geschichte von Lea,

einem Hund aus einem Tiergeschäft.
Sie können den Ort aber beliebig ändern in Hundehändler, Tiermarkt, Massenzüchter etc. überall auf dieser Welt!

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von Ihnen waren plötzlich verstorben.

Als sie mich meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durch gestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama. Es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven ginge. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten, wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst.
Niemand kam um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem Tierladen, einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drückten uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch, um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen oh, sind die süß, ich will eines, aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Winseln, als meine Schwester weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut. Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Mädchen. Ich heiße jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auch mich auf, geben mir herrliches Futter und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen. Und es gibt nichts Schöneres als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild uns stark, aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer heißt es,  es sei genetisch und man könne nichts machen. Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchens ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich - Gott sei dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

Ein Traum: Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie auf Wiedersehen auf die einzig mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es sollte nicht sein. Stattdessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht, Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware!

Verfasser unbekannt!

Denken Sie bitte daran: Wenn Sie ein Tier aus Mitleid kaufen - stehen 10 andere auf Abruf zum Verkauf bereit!

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Faktoren die eine gute Zucht kennzeichnen

Der Zuchtbetrieb ist auf eine Rasse spezialisiert.

Die Hunde müssen ständigen Familienanschluß haben.

Den Hunden steht ausreichender Platz in Haus und Garten zur Verfügung.

Wurfkiste, Hunde und das ganze Gelände sind pieksauber und geruchsfrei.

Die Mutter der Welpen ist anwesend, vom Deckrüden liegt ein aussagekräftiges Foto mit Namen und Adresse des Besitzers vor.

Die Welpen sind lebhaft, neugierig und zutraulich, die Mutter reagiert auf Ihren Besuch weder gereizt noch aggressiv.

Mutter und Welpen zeigen gegenüber der Person des Züchters unerschütterliches Vertrauen und deutlich erkennbare Zuneigung.

Der Züchter hat die Befunde beider Zuchttiere in Form eines veterinärmedizinischen Gutachtens vorliegen. Auf Röntgenbildern muß die Chipnummer des Hundes eindeutig zu erkennen sein.

Alle Unterlagen über die Zuchttiere und die Welpen liegen vor. (Ahnentafeln der Eltern, Urkunden über eventuelle Auszeichnungen und Leistungsprüfungen sofern nicht in der Ahnentafel eingetragen, Kopie des Deckscheines, Kopie der Wurfabnahme, Impfbücher der Welpen, etc.)

Der Züchter nimmt sich Zeit, Ihre Fragen zu beantworten, und verzichtet dabei sowohl auf Fachchinesisch wie auch darauf, seine Hunde über den grünen Klee zu loben.

Der Züchter macht keinen Versuch, dem Interessenten einen Hund aufschwatzen zu wollen und unterläßt Preisvergleiche mit der Konkurrenz.

Der Züchter bleibt auch dann freundlich und gesprächsbereit, wenn Sie durchblicken lassen, daß Sie heute auf keinen Fall einen Hund mitnehmen werden und eventuell bis zum nächsten Wurf abwarten wollen.

Der Züchter erkundigt sich nach den zukünftigen Haltungsbedingungen für seinen Hund.

Die Welpen machen einen lebhaften und gesunden Gesamteindruck und sind bereits sowohl tätowiert wie auch mit einem Mikrochip versehen.

Der Züchter nennt auf Ihre Frage einen angemessenen Preis für seine Welpen ohne wenn und aber.

Die Welpen reagieren weder auf laute Geräusche noch auf schnelle Bewegungen schreckhaft. Spielen Sie eine Weile mit den Welpen, um ihre Reaktionen zu testen.

 

Faktoren die auf fragwürdige Umstände hinweisen:

Der Zwinger bietet verschiedene Rassen an.
Desto mehr, desto schlimmer!

Der Zuchtbetrieb gleicht einer Hundefabrik. Zwingeranlagen bei Kleinhundrassen sind ein no go.
Die Welpen wachsen ohne ständigen Kontakt zu Menschen auf.

Die Hunde sind in engen Boxen zusammengepfercht, oder es gibt andere Hinweise darauf, daß die Hunde nicht artgerecht gehalten werden.

Mutter oder Welpen zeigen Angst, Abneigung oder mangelnde Vertrautheit gegenüber der Person des Züchters.

Der Verkaufsort ist nicht gleichzeitig auch die Zuchtstätte oder der Verkäufer verwehrt Ihnen unter Vorwänden die Besichtigung der Wurfkiste.

Die Welpen haben stumpfes oder verklebtes Fell, trübe Äuglein, schmutzige Ohren oder kratzen sich auffällig oft.

Der Züchter gibt sich sehr beschäftigt oder spricht lieber von seinen günstigen Preisen als von den Hunden.

Der Züchter bietet Ihnen einen Welpen zum halben Preis, dafür aber ohne Papiere an oder er versucht zu beweisen, daß ein Hund dieser Rasse nicht billiger zu bekommen ist.

Der Züchter weicht Ihren Fragen aus oder flüchtet sich in Ausreden, wenn geforderte Unterlagen nicht zur Hand sind.

Dem Züchter mangelt es offensichtlich an Basiswissen und er versucht wortreich von seinen Defiziten abzulenken.

Der Züchter sichert zu, seine Hunde hätten keinesfalls HD, oder es gibt keine Unterlagen aus denen der HD - Status der Elterntiere zweifelsfrei hervorgeht.

Die Welpen reagieren auf Ihr Erscheinen schreckhaft, ziehen sich langsam zurück, sind phlegmatisch oder wollen nicht spielen.

Das Muttertier ist nicht anwesend, reagiert abweisend, aggressiv oder zeigt deutliche Anzeichen "züchterischer" Überbeanspruchung.

Die "Zuchtstätte" befindet sich in einer Mietwohnung.

Die Welpen sind in der achten Lebenswoche noch nicht geimpft, entwurmt, tätowiert und mit einem Mikrochip versehen.

Die Tätowierungen der Welpen sehen nicht bei allen Wurfgeschwistern gleich aus.

Der Impfpaß ist von einem Tierarzt ausgestellt, der seine Praxis nicht in der Nähe des Zuchtbetriebes hat.

Im Impfpaß fehlen Daten oder die Etiketten des Impfstoffes sind nicht eingeklebt. Verschiedene Handschriften und verschmierte Stempel deuten auf Fälschungen hin!

Die Zuchtunterlagen zeigen für eines der Elternteile nur eine Bewertung von "Gut" oder "Genügend".

Der Züchter lobt seine Hunde ausgiebig und verweist auf Erfolge bei Zuchtschauen, ohne entsprechende Unterlagen vorweisen zu können.

Der Züchter läßt erkennen, daß der Welpe möglichst schnell verkauft werden soll oder muß.

Der Züchter bietet an, den gewünschten Hund kurzfristig "zu besorgen".

Der Züchter reagiert auf Ihre bohrenden Fragen aggressiv oder abweisend. Nur wer etwas zu verbergen hat, wird kein Verständnis für das Interesse eines Hundekäufers aufbringen.

Der Züchter ernährt seine Welpen mit Billigfutter anstatt mit einem, dem Alter der Welpen angepaßten, hochwertigen Aufzuchtfutter.

Wird von einer Zuchtstätte auch nur eines der negativen Kriterien erfüllt, rate ich Ihnen dringlich, die Verhältnisse dieser Zucht doppelt und dreifach zu überprüfen und im Zweifelsfall einen anderen Züchter aufzusuchen.

Fragen Sie gegebenenfalls bei dem zuständigen Rassehundeverein nach einer Liste der eingetragenen Züchter. Die schwarzen Schafe der Branche sind den Zuchtvereinen wohlbekannt, und diese Adressen werden üblicherweise nicht an Interessenten weitergegeben.

Die Zuchtvereine unterhalten zumeist eine Welpenvermittlung, bei der Sie Informationen über alle von seriösen Züchtern gemeldeten Würfe erhalten können. Aber selbst dieses Verfahren bietet keine Garantien und eine umfangreiche in Prüfung des Zuchtbetriebes durch den Welpenkäufer ist unerläßlich!

Hüten Sie sich vor Schnäppchen!

Unseriöse Züchter werden versuchen, potentielle Käufer notfalls mit einem "günstigen" Angebot zu locken. Zeitgenossen, die alle Vorsicht fahren lassen, wenn die Aussicht besteht, ein vermeintlich gutes Geschäft zu machen, sind besonders gefährdet einem der schwarzen Schafe der Branche aufzusitzen.

Kein seriöser Züchter kann ein Interesse daran haben, den Marktpreis für seine Rasse zu verderben, indem er überzählige Welpen zum Angebotspreis verschleudert.

Das Wichtigste zum Schluß.

Lassen Sie Ihren gesunden Menschenverstand walten!
Wer dreißig, vierzig oder gar fünfzig Welpen auf seinen Webseiten anbietet, ist niemals ein Züchter mit "edlen" Motiven sondern beweist, daß er gnadenlos am Bedarf vorbei züchtet und auf die Tiere keine Rücksicht nimmt.

Wo bleiben wohl die Hunde, die keinen Käufer finden?

Thomas Schoke ist Autor von Hundebüchern und Ausbilder von Hunden:
Bücher des Autor finden Sie bei Amazon - Thomas Schoke

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